Die Schweiz gilt seit langem als einer der attraktivsten Wohnorte in Europa und bietet eine hohe Lebensqualität sowie eine Mischung aus landschaftlich reizvollen und städtischen Standorten.
Die Schweiz gilt seit langem als einer der begehrtesten Wohnorte in Europa und bietet eine hohe Lebensqualität sowie eine Mischung aus landschaftlich reizvollen und städtischen Standorten. Immobilienpreisprognosen treffen nicht immer ins Schwarze, was sich an der Vorhersage des Swiss Real Estate Index zu Jahresbeginn zeigte, wonach die Preise für Immobilien im Jahr 2018 sinken würden.
Bereits drei Monate nach Jahresbeginn belegte eine Studie der Credit Suisse das Gegenteil – nämlich, dass die Preise für Immobilien in der Schweiz gestiegen waren, wobei in mehreren Regionen deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren. Nachdem die Preise gegen Ende 2016 und Anfang 2017 zum ersten Mal seit 14 Jahren gesunken waren, hat sich der Rückgang als vorübergehend erwiesen, da die Immobilienpreise in der Schweiz nun in die Höhe schnellen. Laut Credit Suisse ist die derzeitige Stärke der Wirtschaft ein wesentlicher Faktor für den Nachfrageanstieg bei Wohnimmobilien.
Immobilienpreise ziehen an
Die Genfersee-Gegend gehörte zu den Gebieten, die am stärksten als stagnierend bezeichnet wurden, doch nun sind die Preise dort ebenso wie in den meisten anderen Regionen des Landes wieder gestiegen. In welchen Gebieten werden die höchsten Preise erzielt? Dem Bericht der Credit Suisse zufolge gehören Genf, Zürich und Zug nach wie vor zu den Standorten mit den höchsten Immobilieninvestitionen. In Genf lag der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung bei 1’238’542 CHF, in Zürich bei 1’314’620 CHF und in Zug bei 1’138’477 CHF.
Immobilienkäufer, die sich im unteren Preissegment umsehen, können sich hingegen auf die ländlicheren Regionen konzentrieren, wenn sie erschwinglichere Preise suchen. Im südöstlich gelegenen Tre Valli liegt der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung im Vergleich zu den oben genannten Gebieten bei lediglich 399’799 CHF, während Eigentumswohnungen im Jura einen Durchschnittspreis von 387’447 CHF aufweisen und im benachbarten Jura-Benois bei 366’727 CHF.
Laut der Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank vom Mai 2018: „Die Preise für Einfamilienhäuser und selbstgenutzte Wohnungen begannen wieder schneller zu steigen. Auch die Preise für Wohnimmobilien als Kapitalanlage stiegen, wenn auch in etwas langsamerem Tempo.“
Es scheint also, als hätten wir auf dem Schweizer Immobilienmarkt zwölf Monate mit zwei deutlich unterschiedlichen Hälften erlebt. In der ersten Hälfte war ein Rückgang zu verzeichnen, in der zweiten ein starker Anstieg, begünstigt durch weltweit niedrige Zinssätze und eine internationale wirtschaftliche Erholung. Mit Blick auf das Jahresende scheint die Gefahr eines Boom-and-Bust-Szenarios gering zu sein. Standorte wie jene in der Nähe von Stadtzentren, Naturattraktionen oder den Skiorten in der Schweiz dürften ihren Wert behalten, und es besteht die Möglichkeit, dass sich neue Immobilienchancen ergeben, sollte die Regierung beschließen, Entwicklungsprojekte zu unterstützen, die mehr bezahlbaren Wohnraum für diejenigen schaffen, die mit den höheren Preisen in der Schweiz zu kämpfen haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schweiz aufgrund ihres Status als Finanzzentrum und beliebter Wohnort für Rentner nach wie vor eine attraktive Investitionsmöglichkeit für diejenigen darstellt, die im oberen Preissegment suchen.